Geburtsbericht meines Enkelkindes


Am  02.07.2010 haben deine Eltern geheiratet. Aus diesem Anlass waren Oma, Opa und Onkel Thorsten hier.

Am 03.07.2010 wollten wir nach Hause fahren. Doch morgens um etwa 07.00 Uhr rief deine Mutter uns in der Ferienwohnung an. „Mama, ich hatte heute Nacht einen Blasensprung, kann nicht aus dem Haus gehen, kannst Du Brötchen holen?“
Als wir in der Bertha-von-Suttner-Str. ankamen, lag deine Mutter auf dem Küchenfußboden. Das Wetter war heiß und die Kühle tat sicher gut. Die ersten Wehen hatten eingesetzt. Nun musste deine große Schwester Malena, die hier geschlafen hatte, erst abgeholt werden.

Ihre Mama war nicht da, aber Oma Elisabeth stand gleich auf der Matte. Frühstücken lief nur am Rande, denn wir hatten mit deiner Geburt erst am 25.07. gerechnet.
Die Wehen nahmen zu und Papa, Oma und deine Mama fuhren um 10.30 Uhr ins Geburtshaus nach Geldern. Dort wurden wir von Kathrin empfangen. Auch Agnes war dort. Mama hatte sich immer diese Hebammen gewünscht.
Ich war erstaunt wie locker und cool deine Mama bis hierher war. Aber auch mir gefiel die ganze Atmosphäre. Hier sein Kind zu bekommen ist anders als im Krankenhaus. Deine Herztöne waren kräftig, die Wehen nahmen zu.
Mama konnte hier ohne Hemmungen laut schreien, wenn die Wehen zu heftig wurden. Papa und ich haben aus Spaß gesagt, ob du noch vor dem Fußballspiel kommst.

Wir alle wurden versorgt „wie bei Muttern“. Wurden mit Essen und Trinken liebevoll versorgt. Es war schwül und es gab ein kurzes Gewitter. Der Muttermund öffnete sich aus meiner Sicht schnell, du wolltest auf die Welt. Zur Entspannung ging deine Mutter dann in die Wanne, wo du auch geboren werden solltest. Manchmal dachte die Mama, sie schafft es nicht, wurde aber immer wieder angefeuert. Um 14.31 Uhr wurdest du dann geboren. Mama und Papa waren überglücklich und ich war froh, dass du gesund und munter warst. Wir haben Gott dafür gedankt. Du kannst stolz sein, eine so coole Mutter zu haben.

Ich denke aber auch, das Geburtshaus hat viel dazu beigetragen, dass alles so positiv verlaufen ist.