Ultraschall-Bilder werden immer besser und die Aufnahmen in Zeiten von Social Media immer populärer. Doch während manche Eltern am liebsten jeden Tag neue Bilder posten würden, gibt es auch Gegenstimmen. Die Frage nach der Notwendigkeit und dem Nutzen von Ultraschall wird heiß diskutiert. Inzwischen hat auch der Gesetzgeber auf den Trend des Babywatchings reagiert.

Ultraschall für das Fotoalbum

Das Babywatching oder Babykino ist gerade in aller Munde. Die beiden Bezeichnungen beschreiben die Anfertigung von frühen Babybildern mittels Ultraschall oder dem detailreichen 3D-Ultraschall. Dieser zusätzliche Service wird von vielen Eltern gerne in Anspruch genommen. Neben dem privaten Fotoalbum werden auch oft die sozialen Medien mit dem faszinierenden Bildmaterial gefüllt.

Inzwischen hat der Trend aber auch großen Gegenwind bekommen. Drei Ultraschalluntersuchungen werden von den Krankenkassen im Regelfall übernommen. Diese Untersuchungen galten bisher als völlig ungefährlich. Das für 2020 geplante Verbot für Babykino zeigt jedoch, dass es durchaus Risiken gibt. Ultraschall kann die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen und für Früh- und Fehlgeburten mitverantwortlich sein.

Ultraschall als Schwangerschaftsvorsorge

Als Vorsorgeuntersuchung wird die Sonografie schon seit den 1980iger Jahren eingesetzt. Neben der Bestimmung des Geschlechts gibt es einige weitere Erkenntnisse, die das bildgebende Verfahren dem untersuchenden Arzt mitteilen kann.

Eine Frage, die werdende Eltern sich stellen: Möchte ich über einen möglichen Gendefekt oder eine Missbildung informiert werden? In den meisten Fällen kann eine Fehlbildung nicht korrigiert werden. Der einzige Ausweg, die Geburt eines behinderten Kindes zu vermeiden, wäre der Schwangerschaftsabbruch.

Schwangerschaft ohne Ultraschall

Diese Angst führt zu einem gegenläufigen Trend, der Schwangerschaft ohne Ultraschall. Kinder wurden ja auch schon vor der Erfindung der Sonografie geboren. Doch wie ist die Rechtslage heute? Kann man eine Ultraschall-Untersuchung ablehnen?

Bei einem komplikationsfreien Schwangerschaftsverlauf ist das durchaus möglich. Erst wenn mögliche Komplikationen, beispielsweise aufgrund der Geburtslage zu erwarten sind, ist die Ultraschalluntersuchung unumgänglich. Die empfohlenen drei Untersuchungen sollte man jedoch auch heute nicht überschreiten. Tolle Babybilder sind das Risiko ganz sicher nicht wert.